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Der tertiäre Vulkanismus bei Forst am Pfälzer Rand des Oberrheingrabens

Stellrecht, Rolf

Kurzfassung

Das vereinzelt liegende Vorkommen von Olivinnephelinit bei Forst ist Teilstück des tertiären Vulkanismus, der vornehmlich die Bruchzonen der beiden Grabenränder als Aufstiegsbahnen benützt. Der Basalt von Forst ist in Analogie zu anderen Basaltvorkommen des Nordgrabens vormitteloligozän. In tektonisch stark gestörtem Mittlerem Buntsandstein wurde in einer ersten Ausbruchsphase ein Südwest-Nordost gerichteter Sprengtrichter ausgeräumt, in dessen tieferem Bereich die derzeitigen Aufschlüsse liegen; der Trichter wurde mit Brockentuff ausgefüllt, in den der Olivinnephelinit in zwei im heutigen Niveau getrennten Stielen eindrang. Durch nachbasaltische Tektonik entstehen Hohlräume, die mit tuffigenem Material einer spätvulkanischen Phase ausgefüllt werden; wohl gleichzeitig ereignete sich ein vulkanotektonischer Einbruch auf der Nordseite der beiden Forster Basaltbrüche. Dieser Einbruch unterstützte die Absenkungstendenz eines vorbasaltischen kleinen "Keilgrabens" im Bereich des Vorkommens.

Keywords

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