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Über Neufunde von Plicatocriniden im schwäbischen Jura

Sieverts-Doreck, Hertha

Kurzfassung

Die Plicatocriniden, welche Plica tocrinus und Tetracrinus umfassen, sind im schwäbischen Jura nicht so selten, wie bisher angenommen wurde. Das ergab sich bei der Durchsicht von Schlämmrückständen, in denen die Einzelteile der Plicatocriniden stellenweise häufig sind. Tetracrinus erweist sich als die langlebigere Gattung; außer im Malm ist sie jetzt auch im Lias und Dogger der Schwabenalb nachgewiesen. Plicatocrinus bleibt auf den Malm beschränkt. In einer Liste sind außer der altbekannten Fundstelle "Lochengründle" 27 neue Fundorte für Plicatocriniden in Schwaben angeführt; 3 liegen in Lias-Schichten, 6 im Dogger und 18 im Malm. Die Liste enthält vorläufige Bestimmungen der neuen Aufsammlungen und Angaben über den Charakter der Einzelteile, die jeweils vorliegen. Plica tocrinus und Tetracrinus kommen an manchen Fundplätzen des schwäbischen Weißjura gemeinsam vor. Die neuen Kleinreste gehören sowohl den Typusarten wie einigen neuen Arten an. Bemerkenswerte Einzelteile sind Pinnulae von Tetracrinus, Armglieder und Pinnulae zweier Plica tocrinus-Arten und Stielglieder von Tetracrinus mit vierteiliger Facette.

Keywords

PlicatocrinidenWeißer MainJuraNusplingenlithographic limestonegermanyjurassic