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Der Granit von St. Blasien im Südschwarzwald und seine Randzonen

Metz, Rudolf

Kurzfassung

Im südlichen Schwarzwald bildet der Granit von St. Blasien einen auffällig umgrenzten, in West-Ost-Erstreckung aufgeschlossenen Plutonkörper, der sich aus dem Gebiet ostwärts Präg fast 30 km weit nach Osten über St. Blasien hinaus bis zum Steinatal erstreckt. Weiter nach Osten verschwindet er unter dem auflagernden Deckgebirge. Die folgenden Ausführungen behandeln diesen Magmatit, dessen petrographische Zusammensetzung bisher nur angenähert bekannt war. Der Granitkörper ist petrologisch deshalb bemerkenswert, weil er einerseits Übergänge zu oberflächennäherer, subvulkanischer Ausbildung aufweist und andererseits mit wesentlich tieferen Bereichen seines Gesteinsrahmens stoffliche Angleichungszonen entwickelt hat; beide Tiefenstockwerke sind durch spätere tektonische Verstellungen in das heutige Aufschlußniveau gelangt. Für die petrographische Kennzeichnung werden hier 13 unveröffentlichte chemische Gesteinsanalysen verwendet, die der im Jahre 1955 verstorbene Prof. Dr. D. Hoenes, Karlsruhe, vor seinem Tode noch in Auftrag gegeben hatte.

Keywords

GranitSt. BlasienSüdschwarzwaldSteinatalMagmatit