Field trip guide

Chemische Untersuchung eines Filterstaubs der Portland-Zementfabrik Blaubeuren

Käsz, Werner

Kurzfassung

Anläßlich der Ulmer Tagung 1961 des Oberrheinischen Geologischen Vereins wurde am 6. April 1961 u. a. das Zementwerk Blaubeuren besichtigt. Einem Teil der Besucher wurde eindrucksvoll die Wirkungsweise des Hochspannungs-Schachtofen-Staubfilters vorgeführt. Während in abgeschaltetem Zustand wie früher vor dem Filtereinbau dicker heller Rauch aus dem Schornstein quoll und sich als unangenehmer Dunst im Blautal dahinzog, war nach Einschalten der Hochspannung fast kein Rauchaustritt mehr zu erkennen. Statt dessen fiel im Filterschacht sogenannter "Filterstaub" zu Boden. Die Exkursionsteilnehmer wurden damals auf den hohen Gehalt an Kaliumkarbonat hingewiesen. Diese an sich erstaunliche Tatsache und die Möglichkeit auf weitere, aus dem Gestein als Zementrohstoff beim Brennen sich verflüchtigende Elemente zu untersuchen, veranlaßten mich, den Filterstaub eingehend zu analysieren. Blaubeuren verarbeitet Mergel und Kalke aus dem Oberen Weißjura (vorwiegend Weißjura zeta) mit wechselnden Zusätzen von Geislinger Braunjura-beta-Eisenerz und Kiesabbrand.

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