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Zur Tektonik des Rotliegenden im Saar-Nahegebiet

Falke, Horst

Kurzfassung

Wenn man allgemein von der Tektonik spricht, die das Karbon und Rotliegende des Saar-Nahetroges betroffen hat, so versteht man darunter von NW nach SE folgende, NE-SW verlaufende Einheiten: 1. die Prims- und Nahemulde, 2. den Saarbrücker Sattel mit seiner nordöstlichen Fortsetzung als Pfälzer Sattel, 3. die sogenannte Vorhaardtmulde, die außerhalb unserer Betrachtung bleibt, da ihre jungpaläozoischen Sedimente weitgehendst von mesozoischen Schichten verhüllt werden. Im einzelnen ist aber diese Tektonik als typische Bruchfaltungstektonik, zusätzlich beeinflußt durch die vorhandenen Intrusionen, wesentlich vielfältiger und komplizierter. Diese Tatsache geht schon aus den Erläuterungen von v. Ammon (1910) und Reis (1920) zu den Blättern Kusel und Donnersberg hervor. Sie hat auch bisher durch die geologische Neuaufnahme des Gebietes durch das Mainzer Geologische Institut ihre Bestätigung gefunden. Da diese Arbeiten noch nicht völlig abgeschlossen sind, kann vorerst nur ein vorläufiger Überblick über die tektonischen Verhältnisse gegeben werden, da sie z. T. noch eingehenderen Spezialuntersuchungen unterworfen werden müssen. Obwohl sich bei der vorliegenden Tektonik die einzelnen Vorgänge und die durch sie erzeugten Formen verständlicherweise nicht scharf voneinander trennen lassen, sollen dennoch nacheinander folgende Erscheinungsformen behandelt werden: 1. Die Bruchfaltungstektonik mit ihren streichenden, d. h. NE-SW verlaufenden Störungen, 2. die großen, hauptsächlich NW-SE streichenden Querstörungen und 3. die Intrusionstektonik. Abschließend wird zu dem zeitlichen Ablauf aller tektonischen Ereignisse während der Rotliegendzeit Stellung genommen.

Keywords

RotliegendSaar-NahegebietDonnersbergKarbonSaarbrücker SattelVorhaardtmuldegermanycarboniferoussaar-nahe trough