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Fossilfunde aus den Schiefern von Weiler bei Weißenburg/Elsaß

Genser, Hugo

Kurzfassung

Ein Lesestück der feinpsammitischen Schiefer von Weiler zeigte in einer Einschwemmungslage neben feinkörniger Grauwacke Fossilreste. Eine Tetrakoralle und ein Crinoiden-Stielglied werden wegen der Seltenheit in diesen Schichten beschrieben und abgebildet. Die Funde bestätigen die Angaben von DAUBREE 1852. An der Westseite der Grabenschulter des Rheingrabens spießen im Gebiet der Haardt an einigen Stellen Gesteine des variscischen Untergrundes durch. Günstige und großräumige Einblicke in solche Serien bieten vor allem die Aufschlüsse von Weiler bei Weißenburg im Elsaß. Schon LINCK (1884) gab eine ausführliche Beschreibung der Gesteine und unterschied innerhalb der Sedimentgesteine Grauwacken und Grauwackenschiefer. Die 70° streichende und saiger stehende Serie ist von Ganggesteinen durchzogen. Die Altersstellung dieser Ablagerungen bleibt sehr fraglich. Aus der Schieferserie von Weiler hat nach LINCK (1884) nur DAUBREE (1852, 56/57) Fossilien in schlechter Erhaltung gefunden, wobei eine Form als fragliches Cyatophyllum angeführt wurde. ILLIES (1963, 3) vermutet, daß die Serie von Weiler älter (vorbretonisch) ist als die kulmischen Sedimente von Hambach-Neustadt. Diese Schiefer und Schiefertone werden auf Grund von Pflanzenfunden ins Tournai gestellt.

Keywords

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