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Das metamorphe Altpaläozoikum des Nordschwarzwaldes

Sittig, Eberhard

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 48 (1966), p. 121 - 131

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published: Dec 31, 1966

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Kurzfassung

Das Grundgebirge des Nordschwarzwaldes wird fast ausschließlich von einigen variszischen Granitplutonen (Biotitgranite, Zweiglimmergranite) aufgebaut (ERDMANNSDÖRFFER 1948). Sie schließen sich bei gegenseitiger diskordanter Durchdringung zu einer in erzgebirgischer (SW-NE) Richtung gestreckten Intrusivmasse zusammen, welche das Areal der mittelschwarzwälder Gneise und Gneisanatexite an ihrer NW-Flanke begleitet. In diesem Bild des heutigen Oberflächenanschnitts paust sich eine undative Verbiegung des variszischen Sockels durch, deren Achse ebenfalls erzgebirgisch streicht. Man spricht vom nordschwarzwälder Sattel oder Hornisgrindeschild als Teil des schwäbisch-fränkischen Sattels, welchen die Granite einnehmen und ihm gegenüber von der Kinzigtalmulde, dem Gebiet der mittelschwarzwälder Gneismasse (C. REGELMANN 1905, G. WAGNER 19500). Diese Undation, die gerade in der jüngsten erdgeschichtlichen Vergangenheit eine Wiederbelebung erfahren hat (G. WAGNER 1929), läßt sich bis in prätriadische Zeit zurückverfolgen; denn der Buntsandstein greift transgressiv sowohl auf den nordschwarzwälder Granit als auch auf die Gneise des Kinzigtales über.

Keywords

metamorphpaläozoicumnordschwarzwaldhornisgrindegermany