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Der Grenzbereich Rotliegendes-Zechstein im Gebiet des Spessart und der Wetterau in paläogeographischer Sicht

Lietz, Jürgen

Kurzfassung

Ablagerungsräume des Rotliegenden im Gebiet des kristallinen Spessarts und der Wetterau werden während des Zechsteins in den marinen Sedimentationsraum miteinbezogen. Dabei kommt es zur Ausbildung eines charakteristischen Grenzbereiches zwischen dem terrestrischen Rotliegenden und dem marinen Zechstein. Die Untersuchung der Grenzbereichsedimente zeigt, daß die marine Ingression nicht nach einem zum Stillstand gekommenen rotliegendzeitlichen Sedimentationsgeschehen einsetzt, sondern bereits innerhalb dieses Zeitabschnittes erfolgt. Zeugen des Beginns der marinen Ingression sind vor allem Dolomitbänke und -krusten, die sich in zunehmendem Maße in die Ablagerungen des Grenzbereiches einschalten. Die petrofazielle Analyse der Sedimente erlaubt eine paläogeographische Rekonstruktion dieses Zeitabschnittes, die neben dem Spessart vor allem den Taunusbereich als Liefergebiet klastischer Sedimente an der Basis des marinen Zechsteins erkennen läßt.

Keywords

RotliegendZechsteinSpessartWetteraugermany