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Kieselsandstein und Lehrbergschichten in Nordost-Württemberg

Eisenhut, Eugen

Kurzfassung

Die Mächtigkeit des Kieselsandsteins bewegt sich im vorliegenden Raum zwischen etwa 7 m im Westen (Bereich Stuttgart) und etwa 40 m im Osten (Wörnitzgebiet). Ebenso ändert sich die petrographische Zusammensetzung des Schichtkomplexes sowohl in obiger Richtung als von Süden nach Norden (vgl. Profilzeichnungen). Dies wirkt sich auch bodenkundlich, baugrundtechnisch und hydrologisch deutlich aus. Unter diesen Umständen ist es nicht möglich, eine weiträumige Gliederung des Kieselsandsteins durchzuführen, wenngleich man örtlich einen Oberen und Unteren Kieselsandstein ausscheiden könnte. Die Oberen Bunten Mergel sind mit etwa 6 m Mächtigkeit auch im Osten noch vorhanden, obwohl die typischen Zwischenlagen aus weißen Steinmergeln stark zurücktreten. Soweit es gelingt, die Oberen Bunten Mergel sicher zu erkennen, läßt sich die Obergrenze des Kieselsandsteins unschwer festlegen. Seine Untergrenze ist problematischer, da es sich hier um eine reine Faziesgrenze handelt. Es wird deshalb in Übereinstimmung mit Erfahrungen der bayrischen Kollegen empfohlen, für Zwecke der geologischen Kartierung die fossilführende Lehrbergbank als Untergrenze des Kieselsandsteins (Blasensandsteins) zu wählen. Blockschutt und Abbruchschollen im Keuperbergland setzen sich weitgehend aus Kieselsandsteinmaterial zusammen. Sie können örtliche Zeitmarken der Landschaftsgeschichte bilden.

Keywords

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