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Entstehung des Dolomites im Oberen Muschelkalk zwischen der deutschen Nied und dem Südrand der Ardennen.

Werveke, L. van

Kurzfassung

In den linksrheinischen Ceratitenschichten des Oberen Muschelkalks kann man eine normale tonig-kalkige Entwickelung mit vielen Ceratiten und sonstigen Versteinerungen von einer nördlichen, dolomitischen Ausbildung unterscheiden, welche sich von der Deutschen Nied bis an den Rand der Ardennen erstreckt, und von einer südlichen, kalkigen, welche bei Molsheim beginnt. Beide seitlichen Ausbildungen sind sehr arm an Ceratiten und zeichnen sich durch das starke Zurücktreten der Tone und Mergel aus. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß das Überwiegen der festen Gesteine in der nördlichen und in der südlichen gegenüber ihrem Zurücktreten in der normalen Ausbildung eine mit der ursprünglichen Entstehung zusammenhängende Erscheinung ist. Sie ist durch eine große variskisch streichende Triasmulde zwischen Vogesen und Ardennen bedingt. Die tonigen Gesteine wurden in der tieferen Mitte abgesetzt, die Gebiete, in denen die reinen Dolomite und Kalke niedergeschlagen wurden, lagen etwas höher.

Keywords

dolomitmuschelkalkdeutsche niedardennenceratit