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Diluvium u. Pliocän im Kraichgau bei Bruchsal.

Freudenberg, Wilhelm

Kurzfassung

Eine ungeheure Verbreitung hat der Löß im Kraichgau. Seine Wanderungen am Gehänge der Muschelkalkberge haben neolithische Fundstellen zugedeckt. Die berühmte Fundstelle auf dem Michelsberg ist dem Archäologen längst bekannt. Diese Kultur stellt nach Dr. Sprater einen besonderen Typus dar. Auch über dem Steinbruch am Auberg, dicht bei Bruchsal, fanden sich Reste der jüngeren Steinzeit. Roh bearbeitete Hirschgeweihe, auch sog. Hirschhornhämmer deuten auf ein ganz altes Neolithicum. Ein Frauenschädel von subbrachycephalem Typus fand sich dort, außerdem ein Schädel und einzelne Gehörne vom Bos primigenius. Die Funde liegen in der Altertumssammlung von Bruchsal. Der Löß hat an gleicher Stelle auch Reste jungdiluvialer Säugetiere geliefert, wie Zähne von Elephas primigenius und Cervus euryceros. Riesenhirschreste, darunter eine schwache Geweihschaufel, birgt das genannte Altertumsmuseum. In der städtischen Realschule werden andere geologische Funde von Bruchsals Umgebung aufbewahrt, (deren Sammlung zur Zeit leider unzugänglich ist). Der Löß bei Bruchsal ist jüngster und jüngerer Löß. Lehmzonen sind gelegentlich entwickelt.

Keywords

diluviumpliocenekraichgaubruchsalgermanyneolithicum