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Magnetische Untersuchungen an Vulkaniten des nördlichen Hegaus

Mäussnest, Otto

Kurzfassung

Die ersten magnetischen Untersuchungen des Geophysikalischen Landesinstituts Baden-Württemberg in der Hegau-Vulkanprovinz beschränkten sich auf das Blatt Engen 1 : 25 000. Sie wurden jetzt auf die Meßtischblätter Geisingen, Tuttlingen und Blumberg ausgedehnt. Es wurden wieder Feldmessungen in Z an interessanten Vulkanitvorkommen durchgeführt, ferner wurden Proben zu gesteinsmagnetischen Messungen entnommen. Da anzunehmen war, daß die bestimmten Richtungen der natürlichen remanenten Magnetisierung nicht identisch sind mit der Richtung der ursprünglich aufgeprägten Remanenz und damit mit der Richtung des Erdfeldes zur Zeit der Abkühlung der einzelnen Vorkommen vulkanischen Materials und folglich die Resultante aus der Thermoremanenz und den erst später aufgeprägten weicheren Remanenzen gemessen wurde, wurden die Proben im Wechselfeld schrittweise abmagnetisiert, um durch diese "Reinigung" möglichst die den einzelnen Vulkanitvorkommen einstmals bei der Abkühlung im Erdfeld aufgeprägte Thermoremanenzrichtung wieder freizulegen. Über die technische Durchführung gesteinsmagnetischer Messungen und über die benützte Wechselfeldabmagnetisierungsanlage des Münchener Instituts berichtete J. Pohl (1965). Der Versuch einer Berechnung der Lage des magnetischen Poles der N-Halbkugel für die Zeit des Hegauvulkanismus aufgrund gesteinsmagnetischer Messungen an Hegauvulkaniten soll erst zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem wesentlich mehr gesteinsmagnetische Messungen vorliegen.

Keywords

vulkanit occurrenceshegaugermanymagnetic studies