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Die Alsenzer Steinkohlen-Grube und andere Bergbauversuche in den nassau-weilburgischen Ämtern Kirchheim und Alsenz (Pfalz) während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

Martin, Gerald P.R.

Kurzfassung

Zu den vielen Gemeinsamkeiten, die den Landen beiderseits des Oberrheins eigen sind, gehört auch eine ungewöhnlich bunte Vielfalt an nutzbaren, zum großen Teil bauwürdigen Mineralien. Zwar handelt es sich nur in einem Fall (Quecksilber) um eine Lagerstätte von zeitweiliger Weltgeltung, doch hat sich hier und da bereits zur Römerzeit und erst recht in der frühen Neuzeit ein Bergbau entwickelt, der zeitweise durchaus überregionale Bedeutung gewinnen, ja sogar, wenn man an die Kalisalze denkt, bis auf unsere Tage erhalten konnte. Ein recht bemerkenswerter Anteil an diesen Bodenschätzen liegt auf pfälzischem Boden. In erster Linie handelt es sich hier um Quecksilber, Kupfer und Silber, meist gebunden an Sedimente und Eruptiva des Rotliegenden des Pfälzer Sattels. Je weiter wir aus diesem Gebiet nach Westen gelangen, desto größere Bedeutung gewinnt ferner die Steinkohle als Produkt eines im Saarland auch heute noch blühenden Bergbaus. In neuester Zeit trat noch das Erdöl im Tertiär des Rheingrabens hinzu, gefördert aus mehreren kleinen vorderpfälzischen Feldern (u. a. bei Minfeld, Offenbach, Dudenhofen), vor allem aber bei Landau, wo bis Ende 1970 immerhin fast 2 Millionen Tonnen Reinöl und, als "Nebenprodukt", mehr als 20 Millionen m3 Erdölgas gewonnen werden konnten.

Keywords

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