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Die Bedeutung der Schmelzwasserarbeit in früher eisbedeckten Gebieten

German, Rüdiger

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 54 (1972), p. 53 - 57

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published: Dec 31, 1972

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Kurzfassung

In früher eisbedeckten Gebieten, besonders im Alpenvorland, liegen nach neuesten Untersuchungen weit mehr Schmelzwassersedimente als Moränensedimente an der Erdoberfläche. Beispiele rezenter Schmelzwassertätigkeit am Eisrand werden dargestellt (Sedimentumlagerung, Erosionsrinnen in Fels und Grundmoräne, Oberfläche von Rundhöckern), um die Richtigkeit der Ausdeutung pleistozäner Sedimente und Formen aufzuzeigen. Die Abschmelzperiode dieses Jahrhunderts mit dem großen Schwinden der Eismassen bietet treffende Vergleichsmöglichkeiten mit dem Spätglazial. Die Anwendung des aktualistischen Prinzips ist daher für die Ausdeutung pleistozäner Sedimente innerhalb des Maximalwalles einer Eiszeit recht zweckmäßig.

Keywords

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