Field trip guide

Geologische Exkursion "Vom Rhein zum Gotthard" vom 26. bis 28. April 1973

Gygi, Reinhart A.; Jäckli, Heinrich; Niggli, Ernst; Schindler, Conrad; Trümpy, Rudolf

Kurzfassung

Die Fahrt beginnt in der Klus von Baden, Kt. Aargau, im Kern der hier bis auf den Hauptmuschelkalk erodierten Lägernkette. Bei Rieden quert man den durch Schleppung stark reduzierten Nordschenkel der Lägern und tritt in den Talkessel von Brugg-Turgi ein, der mit Molasse und mächtigen Ablagerungen der Riß- und Würm-Eiszeit gefüllt ist. Zwischen Untersiggenthal und Würenlingen steigen Malmkalke (Geissberg- bis Letzi-Schichten) in einer rechts von der Straße deutlich erkennbaren Flexur zum Hochplateau der Ifluh an. Im alten Zementsteinbruch bei der Station Siggenthal -Würenlingen erkennt man von unten nach oben: Blaugraue Mergel der Effinger Schichten, darüber die unten noch blaugrauen, oben gelblichen Kalke der Geissberg-Schichten, dann das ruppige Schwamm-Biostrom der Crenularis-Schichten und die gut gebankten Kalke der Wangener Schichten, die oben mit einem weißen, deutlich sichtbaren Band abschließen, und die regelmäßig gebankten Letzi-Schichten. Über den Kalken liegt ein Schotter, der auf Grund der Höhenlage der Mindeleiszeit zugeordnet wurde. Im Feld westlich Würenlingen verläuft die Straße über das Akkumulationsniveau des Niederterrassenschotters (Würm). Die wellige Hochfläche des Ruckfeld im Osten besteht aus spätrißeiszeitlichen Schottern. Auf dem linken Talhang erhebt sich die schwach nach Südosten geneigte Malmkalktafel des Villiger Geissbergs. Gegen Norden wird das Schichtfallen steiler und geht über in die an der Mandacher Störung nach Norden aufgeschobene Platte des Rotberg (Mergelige Kalke der Parkinsoni-Schichten). Die Aare wird direkt bei der Mündung in den Rhein bei Koblenz gequert.

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