Field trip guide

Geologische Exkursion "Rund um die Lägern" am 24. April 1973

Büchi, Ulrich P.; Hauber, Lukas; Hünermann, Karl A.; Rieber, Hans

Kurzfassung

Im Faltenjura gibt es nur wenige gute und große Aufschlüsse von Gipskeuper. Einen davon stellen die Gipsgruben im Antiklinalkern der Lägern dar, etwa 1,5 km SE von Oberehrendingen. Hier wurde lange Jahrzehnte Gips als Düngemittel abgebaut; heute liegen die Gruben verlassen da, doch der Besuch der Aufschlüsse ist noch immer lohnend und zwar in stratigraphischer wie in tektonischer Hinsicht. Betrachten wir zuerst kurz den allgemeinen Rahmen: Es handelt sich um einen Aufschluß im nordwärts aufgeschobenen Kern der Lägern-Kette, der letzten, nach Osten auslaufenden Antiklinale des Faltenjurabogens. Diese Antiklinale besteht im wesentlichen aus einer Aufschiebung mit stark reduziertem Nordschenkel, der z. T. nur noch in überfahrenen Schuppen vorhanden ist (Steinbuck mit Effinger-Schichten und Malmkalken mit aufgelassenem Zementsteinbruch). Die Malmkalke treten als Härtlinge morphologisch hervor, während der Kern der Antiklinale mit den weichen Keupermergeln, Lias und Opalinuston eine Muldenzone formt. Nach S schließt eine normale Schichtfolge als S-Schenkel der Antiklinale an, die morphologisch im Lägerngrat mit den Malmkalken kulminiert. Sowohl nördlich wie südlich der Falte sind tertiäre Molassebildungen (Sande, Sandsteine und Mergel) verbreitet, die in die Faltung mit einbezogen sind.

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