Field trip guide

Exkursion in das Mainzer Becken am 19. April 1974

Sonne, Volker

Kurzfassung

Wir verlassen den Tagungsort naheaufwärts, das Flüßchen zur Linken. Während nach der Mündung der Alsenz, die von S zuströmt, die auf Rhyolith stehende Ebernburg sichtbar wird, erhebt sich rechter Hand die nahezu senkrechte Rhyolithwand des Rotenfels. Danach sind auf der gleichen Seite geschlepptes Unterrotliegendes und Lagergänge aus Andesit erkennbar. Bei Norheim verlassen wir das Nahetal, fahren an Traisen vorbei, wobei zur Rechten das bewaldete Kreuznacher Rhyolith-Massiv liegt. Noch vor der Einmündung in die Straße Hüffelsheim - Rüdesheim öffnet sich der Blick nach Osten in ein prämitteloligozän angelegtes Tal im Rhyolith-Massiv. Bei Rüdesheim erreichen wir die B 48, nachdem im Osten der Rhyolith, im Westen jedoch die Flächen zu sehen waren, auf denen z. T. noch in weiter Verbreitung alttertiäre Sedimente abgelagert waren. In weitem Bogen umfahren wir Bad Kreuznach im Norden, meist auf Gesteinen des Oberrotliegenden (Kreuznacher Schichten). Schon bald weitet sich die Aussicht auf den rheinhessischen Anteil des Mainzer Beckens, wo jenseits einer kräftigen Verwerfung ("Nahetalstörung") die tertiären Sedimente in erheblich tieferer Lage über NN vorkommen als westlich davon (Beispiel: Unterer Rupelton bei Rüdesheim in 160 m NN, bei Bad Kreuznach in 90 m NN). Diese Störung queren wir kurz hinter der Nahebrücke. Der Weg führt weiter nach Rheinhessen hinein, auf den Ablagerungen des Mittleren Rupeltones, der meist jedoch verhüllt ist von pleistozänen Terrassensedimenten oder Gehängelehmen. Der links der Fahrtroute erkennbare kegelförmige Berg, der Bosenberg, wird aufgebaut aus den Ablagerungen des Fisch-Schiefers, des Oberen Rupeltones, des Schleichsandes, des Cyrenen-Mergels und der Süßwasser-Schichten.

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