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Zur Frage der tektonischen oder glazigen-fluviatilen Entstehung des Bodensees

Schreiner, Albert

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 57 (1975), p. 61 - 75

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published: Dec 31, 1976

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Kurzfassung

Geologische Untersuchungen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte im westlichen Bodenseegebiet ausgeführt worden sind, erlauben es, zur Frage der Entstehung des Bodensees Stellung zu nehmen. Die Untersuchungen beruhten vornehmlich auf der Bearbeitung des Tertiärs und des Quartärs an Tagesaufschlüssen und in Bohrungen im Gebiet Konstanz - Schaffhausen - Geisingen/Donau - Überlingen a. B., die in der Veröffentlichung der geologischen Karten 1: 25 000 Bl. Stockach (ERB, HAUS & RUTTE 1961), Bl. Engen (SCHREINER 1966), Bl. Singen (SCHREINER 1973) sowie der geologischen Karte 1:50 000 Konstanz (ERB 1965), Erläuterungen (SCHREINER 1970) ihren Ausdruck fanden. Zur Entstehung des Bodensees haben sich WAGNER (1962) und SCHREINER (1968b und 1969) geäußert. MÜLLER & GEES (1968) veröffentlichten Ergebnisse über reflexionsseismische Messungen auf dem Bodensee. Nach der heute noch weit verbreiteten Ansicht soll der Bodensee durch tektonischen Einbruch entstanden sein, wofür die Ausführungen von DEECKE (1916, 676) wiederholt seien. Er schreibt: "Den Bodensee fasse ich als herzynischen, im Diluvium entstandenen Grabenbruch auf, der sich nach Nordwesten in kleinere Gräben, Überlinger See und Zeller See spaltet."

Keywords

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