Obituary

Nachruf Ludwig Schäfle

Igel, Karl

Kurzfassung

Ulm und der Alb-Donaukreis sind um ein e verdiente Persönlichkeit mit starker menschlicher A usstrahlung ärmer geworden. Oberstudienrat i. R. Dr. Ludwig Schäfle durfte am 29. September 1 978 nach einem erfüllten Leben im 81 . Lebensjahr in den Armen seiner Frau Johanna in die ewige Vollendung heimgehen. Ludwig Schäfle wurde am 20. Januar 1898 in Schöntal (Jagst) geboren. 1916 begann er das Studium der Naturwissenschaften in Tübingen, das 1917-1919 durch Militärdienst und eine schwere Verwundung unterbrochen wurde. 1922 legte L. Schäfle die 1. Dienstprüfung für das höhere Lehramt in den Fächern Geologie, Zoologie, Chemie, Botanik und Erdkunde ab und ging in den Schuldienst; 1923 folgte die 2. Dienstprüfung. Im Sommer 1923 promovierte er bei Prof. E. Hennig in Tübingen mit einer Arbeit "Über Lias- und Doggeraustern". Der engagierte Geologe, Biologe und Pädagoge hat sich einen Ehrenplatz in der Erinnerung ganzer Schülergenerationen e rworben. Manche Biostunde des Dr. Schäfle geriet zu einem höchst informativen Plauderstündchen, das der Allgemeinbildung förderlicher war, als das sture Durchpauken des Lehrplans. Er gehörte nicht zu jenen Paukern, die man zur Hölle wünschte. Die Erinnerung an diesen Lehrer erscheint viel eher im milden Licht einer " Feuerzangenbowle". Und weil der "Aschu" ein so guter Lehrer mit einem profunden Wissen war, wurde er auch nicht das Opfer rüder Streiche.

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