Field trip guide

Zur Geologie von Molasse und Quartär der Nordost-Schweiz (Exkursion A am 17. April 1979)

Hantke, René

Kurzfassung

Die Endmoränen des Konstanzer Stadiums, dessen Staffeln den Bodensee gegen den Untersee abdämmen, bekunden die Stirn eines ersten bescheidenen spätwürmeiszeitlichen Wiedervorstosses des Rhein-Gletschers. Sie zeichnen sich nicht nur an der Stirn bei Konstanz und auf der N-Seite des Bodensees (SCHMIDLE 1916, 1942, ERB 1967, SCHREINER 1970), sondern auch auf der Schweizer Seite durch Seitenmoränen und randliche Abflussrinnen ab (GEIGER 1968, HOFMANN 1973, HANTKE 1961, 1979). Von Kreuzlingen stieg der linke Eisrand des Rhein-Gletschers im Konstanzer-Stadium am östlichen Seerücken bis SE von Langrickenbach bis auf über 520 m ü. M. an und fiel dann gegen SW in die flache Talung- der Aath gegen Sulgen, gegen das Thurtal, ab, das sich von Bischofszell längs tektonisch vorgezeichneten Linien in die weiche miozäne Molasse eingetieft hatte (HOFMANN 1951, 1977). Dabei wandten sich die Schmelzwässer dieses Lappens zunächst ins Thurtal. Beim Abschmelzen vom äussersten Stand des Konstanzer Stadiums wurden sie jedoch rasch rückläufig und flossen subglaziär ins noch von Eis erfüllte Bodensee-Becken ab.

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