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Das Beben vom 3. September 1978 auf der Schwäbischen Alb als Ausdruck der seismotektonischen Beweglichkeit Südwestdeutschlands nordwestlichen Baden- Württemberg

Schneider, Götz

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 62 (1981), p. 143 - 166

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published: Dec 31, 1981

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Kurzfassung

Die Erdbeben der westlichen Schwäbischen Alb ordnen sich mit ihren seismotektonischen Eigenschaften in ein größeres Gebiet erhöhter Erdbebentätigkeit ein, das sich vom Südrand der Alpen bis zur Nordsee und nach Großbritannien verfolgen läßt. Die Dislokationen, die sich während der Alb-Beben innerhalb der oberen Erdkruste abspielen, entsprechen den rezenten Spannungs- und Deformationsbedingungen der genannten Region. Sie zeigen, wie auch die Beben der Alpen und des Oberrheingrabens, keine direkten Beziehungen zu den jüngeren tektonischen Bewegungsformen dieser Gebiete. Daß sich die westliche Schwäbische Alb im 20. Jahrhundert zum wichtigsten Erdbebengebiet im Raum nördlich der Alpen entwickelt hat, ist auf der einen Seite zufallsbedingt. Die tektonische Aufspannungsrate liegt in der Größenordnung von 1000 Jahren. Zum anderen ist das Gebiet der Albbeben für seismische Bewegungen offensichtlich prädestiniert. Es erfüllt dafür folgende Bedingungen: Eine im Bereich größter Scherspannung verlaufende Bruchzone, die im Kontaktbereich von Gneis- zu Granitmassen liegt. Dazu kommen noch relativ niedrige Temperaturen in der oberen Erdkruste.

Keywords

erdbebenschwäbische albseismotektonischgneisgranitgermany