Field trip guide

Geologie der Ostalb: Oberer Weißer Jura, tertiäre Albüberdeckung, Verkarstung, Karsthydrologie, Landschaftsgeschichte, Meteorkrater Steinheimer Becken (Exkursion H am 11. und 12. April 1980)

Reiff, Winfried; Schloz, Wilhelm; Groschopf, Paul

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 62 (1980), p. 71 - 93

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published: Dec 31, 1981

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Kurzfassung

Die Anreise führt von Urach über Wiesensteig - Geislingen - Gerstetten ins eigentliche Exkursionsgebiet bei Heidenheim. Ungefähr 2 km SE Urach durchfährt die Straße nach Böhringen in einer Kehre den obermiozänen Basalttuffschlot am "Büchle". Im Urach-Kirchheimer Vulkangebiet sind die Kehren vieler auf die Albhochfläche führender Straßen und Steigen in Tuffschloten angelegt, die von der Erosion schon teilweise ausgeräumt waren oder beim Straßenbau leichter ausgeräumt werden konnten als die Kalksteine des Weißen Juras. Auf der wasserarmen, verkarsteten Alb sind die Dörfer in diesem Gebiet bevorzugt auf Tuffschloten entstanden, weil der Basalttuff so undurchlässig ist, daß das Wasser auf ihm gestaut wird und oft in Quellen austritt. Hengen, Böhringen, Zainingen und Donnstetten sind einige dieser Dörfer, die am Wege liegen. Bei Zainingen ist das ehemalige Maar noch morphologisch zu erkennen. Die großen Hülen im Dorf bezeugen den undurchlässigen Untergrund. Bei Donnstetten treten am Osthang unterhalb des Dorfes beim Übergang von verwittertem zu unverwittertem Tuff einige kleine Quellen aus. Das Wasser fließt bis an den Rand des Tuffschlotes und versinkt dort in mehreren Dolinen, die sich an der Grenze zum Weißjura-Kalk gebildet haben. Wenige Kilometer nördlich von Westerheim wird die Hochfläche der Mittleren Alb verlassen. Die Straße führt hinunter nach Wiesensteig ins obere Filstal, das die Nachfolge eines tertiären Zubringers zur Ur-Lone angetreten hat.

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