Field trip guide

Die Alkalibasaltassoziation der Heldburger Gangschar (Exkursion I am 25. April 1981)

Huckenholz, Hans-Gerhard; Schröder, Bernt

Kurzfassung

Im Norden des Freistaates Bayern an der Grenze Ober- und Unterfrankens mit Thüringen durchbrachen im Tertiär basaltische Vulkanite die Oberfläche. Die Vulkanite gehören zur Heldburger Gangschar, die südsüdöstlich Schweinfurt zwischen Gerolzhofen (im Süden) und Grettstadt (im Norden) einsetzt. Im zentralen Teil um Hofheim (Unterfranken) erreicht sie ca. 10 km Breite, dehnt sich aber nach NNO zwischen Coburg (Oberfranken) und Römhild (Thüringen) auf ca. 20 km Breite aus. Unter Einbeziehung der Basalte von Oberleinleiter (Kalteneggolsfeld-Burggrub-Hohenpölz; radiometrisches Alter 30,8 m.y. an einer Probe) und um Kulmbach (Wernstein-Lösau-Grafendrobach; radiometrisches Alter 26,9 m.y. an einer Probe) am Ostrande, ist die Zone vulkanischer Aktivität ca. 50 km breit. Das auf rund 70 km bei NNE-Streichen zu verfolgende Basaltgang- und Schlotsystem durchquert auf bayerischem Gebiet die präbasaltisch angelegte Grabfeldmulde und die Haßbergstörung. K-Ar-Datierungen (LIPPOLT in POHL & SOFFEL 1977) an ausgewählten Alkalibasaltvorkommen der Heldburger Gangschar ergaben Alter von 42 bis 16 m.y. Von gleichen Vorkommen liegen paläomagnetische und gesteinsmagnetische Untersuchungen vor.

Keywords

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