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Die Fichtelgebirgsschwelle an der Fränkischen Linie

Emmert, Ulrich

Kurzfassung

Die Bezeichnung "Fichtelgebirgsschwelle" wird näher definiert. Ihre Existenz macht sich im Unterrotliegenden und Zechstein durch einen Ausfall dieser Schichten und im Unteren Buntsandstein durch eine Schichtenreduktion bemerkbar. Mesozoische Schichten lagen ursprünglich auch noch über dem Frankenwald und Fichtelgebirge. Sie wurden wieder abgetragen als sich das Alte Gebirge nordöstlich der Fränkischen Linie (Frankenwaldrand-Verwerfung) etwa ab der mittleren Kreide-Zeit herauszuheben begann. Während die große Verwerfung nordwestlich und südöstlich der Fichtelgebirgsschwelle Sprunghöhen von 1000-2000 m aufweist, besitzt sie im Schwellenbereich Flexur-Charakter. Granitintrusionen haben die Fichtelgebirgsschwelle so versteift, daß sie der Bruchbildung widerstand. Die herausgehobene Fichtelgebirgsschwelle hat die Deckgebirgsschichten mit hochgeschleppt, was an ihrem umlaufenden Streichen deutlich zu erkennen ist.

Keywords

FichtelgebirgsschwelleUnterrotliegendBuntsandsteinKreide-ZeitFränkische Liniegermany