Field trip guide

Exkursion in das oberfränkische Bruchschollenland bei Kronach (Exkursion C1 und C2 am 23. und 24. April 1981)

Leitz, Friedrich; Schröder, Bernt

Kurzfassung

Die Exkursion führt in den Nordteil des oberfränkisch-oberpfälzischen Bruchschollenlandes, in welchem NW-SE verlaufende Störungszonen - lokal von Flexurzonen abgelöst - mit nach NE zunehmender Versatzhöhe die Ränder einer nach NE aufsteigenden Schollentreppe bilden. Die "Kulmbacher Störung" im W erreicht max. 900 m Versatzhöhe, die "Fränkische Linie" als Grenze gegen den im E herausgehobenen Unterbau mehr als 1000 m. Ihr wesentlicher Verlauf ist seit dem vergangenen Jahrhundert bekannt. Die "Fränkische Linie" besteht aus drei Teilstücken von Bruchstörungen, die in Höhe der Rotliegendbecken von Stockheim bei Kronach und östlich Bayreuth durch Flexurzonen abgelöst werden. Die Bruchränder der Rotliegend-Becken selber sind spätvariszisch angelegt und nur selten später neu belebt worden. Die tektonische Aktivität an den saxonischen Störungen im Bruchschollenland hat wahrscheinlich gegen Ende des Jura eingesetzt und war vermutlich im wesentlichen vor der Oberkreide abgeschlossen. Spätere Neubelebungen, vergleichbar der Aktivierung und Heraushebung des Thüringer Waldes im Jung-Tertiär, sind an etlichen Störungen für möglich zu halten.

Keywords

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