Field trip guide

Helvetikum im Bregenzer Wald (Exkursion H am 8. April 1983)

Zacher, Wolfgang

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 65 (1983), p. 113 - 120

9 references

published: Apr 5, 1983

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Kurzfassung

Diese Exkursion ist der Schichtfolge und dem tektonischen Bau des Helvetikums im Bregenzer Wald gewidmet. Entsprechend der frühen Jahreszeit können aber nur im Talgrund liegende Aufschlüsse besichtigt werden. Im Helvetikum Vorarlbergs sind zwischen dem mittleren Jura und dem Eozän epikontinentale Sedimente in unterschiedlicher Wassertiefe abgelagert worden. Die Schichtfolge ist lithologisch und paläontologisch gut gegliedert. Es wiegen Kalke, Mergel und Grünsandsteine vor. Im Helvetikum kann man von N nach S einen deutlichen Fazieswechsel erkennen und dementsprechend ungefähr E-W streichende Fazieszonen unterscheiden. Allerdings liegen die Faziesgrenzen zu den verschiedenen Zeiten nicht übereinander. Die Wassertiefe nahm während der Sedimentation generell nach S zu. Das Helvetikum des Bregenzer Waldes ist die östliche Fortsetzung der Säntis-Decke in der Ostschweiz und somit allochthon. Das im tieferen Untergrund zu erwartende autochthone Helvetikum steht rechts des Rheins nirgends an der Oberfläche an und ist somit der unmittelbaren Beobachtungentzogen. Die Nordgrenze des Helvetikums gegen die Molasse-Zone ist durchwegs eine steil stehende Störung. Im Süden grenzt das Helvetikum mit unterschiedlich steil südfallender Überschiebungsstörung an die Gesteine der Feuerstätter Wildflysch-Decke und an den Ostalpinen Flysch.

Keywords

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