Field trip guide

Quartär in der Umgebung von Obergünzburg (Exkursion I am 9. April 1983)

Hofmann, Claudia; Hunsdorfer, Michael; Roppelt, Theo; Schielle, Walter; Jerz, Hermann

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 65 (1983), p. 121 - 130

4 references

published: Apr 5, 1983

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Kurzfassung

Der Raum Obergünzburg schließt sich südlich an die Iller-Lech-Platte, das klassische Gebiet der Eiszeitenforschung im Alpenvorland, an. Schon B. EBERL, Benefiziat in Obergünzburg und Heimatpfleger für Schwaben, schuf mit seinem Werk "Die Eiszeitenfolge im nördlichen Alpenvorlande" (1930) einen grundlegenden Beitrag zur Quartärforschung im Lech- und Illergletschergebiet und speziell für den Obergünzburger Raum. Hier erreichte der Illervorlandgletscher im Alt- und Mittelpleistozän seine größte Ausdehnung mit Eisrandlagen bis nördlich von Obergünzburg. Dies kann einerseits mit der einst viel größeren Ausdehnung des Molasse-Berglandes bei Kempten erklärt werden, andererseits war dem Gletscher diese Richtung durch den damaligen Flußlauf der Iller nach Nordosten vorgegeben. Erst nachdem die östlichen Ausläufer des Berglandes vom Eis weitgehend niedergeschliffen waren, konnte sich der Illergletscher im Jungpleistozän hauptsächlich im Kemptner-Dietmannsrieder-Altusrieder Raum weiter ausdehnen, während in das Wildpoldrieder-Obergünzburger Gebiet die wesentlich kleinere Günztal-Gletscherzunge vorstieß.

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