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Zur Frage der Meeresverbindung zwischen der alpinen Vorlandsenke und dem Rheintalgraben zur Zeit des Rupelian

Büchi, Ulrich P.

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 65 (1983), p. 213 - 222

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published: Apr 5, 1983

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Kurzfassung

Die Frage einer Meeresverbindung zur Zeit des Rupelian vom Rheintalgraben zur alpinen Vorlandsenke, die sich aus der früholigozänen Miogeosynklinale entwickelte, stand immer wieder zur Diskussion. Die Erdölbohrungen im Alpenrandgebiet der Jahre 1972- 1981 und die beiden Bohrungen des Konsortiums für Untertagespeicher bei Tschugg und Ruppoldsried 1976/77 im Bernischen Seeland erbrachten neue Fakten, die meines Erachtens uns der Lösung dieser Frage um vieles näher gebracht haben. Meine Darlegungen des Problems basieren nicht auf umfassenden neuen Forschungen, sie bilden lediglich den Versuch, bereits erkannte Resultate zu korrelieren und zu werten; sie haben somit eher den Charakter einer Arbeitshypothese für zukünftige Forschungen. Die Untere Meeresmolasse (UMM) in den Aufschlüssen innerhalb der subalpinen Molassedecken wurde in normaler stratigraphischer Abfolge über dem Flysch sedimentiert. Oft bestehen kontinuierliche Übergänge zwischen Flysch und Molasse; auch können oligozäne Schichten vom brackischen Habitus der UMM-Sedimente lateral in Ablagerungen mit Flyschcharakter übergehen. Die Grenze zwischen Flysch und UMM wird heute allgemein dort gezogen, wo die typischen Flyschmerkmale zurücktreten und die brackische Facies der UMM zu dominieren beginnt. Zu den typischen Merkmalen des Flysch gehören normales marines Ablagerungsmilieu, zahlreiche turbidite Merkmale und reiche Lebensspuren auf den Schichtunterflächen der Sandsteinbänke.

Keywords

rupeliantschuggruppoldsriedmolasseflyschsandstein