Field trip guide

Helvetikum, Ultrahelvetikum, Feuerstätter Decke, Rhenodanubischer Flysch und Arosa-Zone zwischen Burgberg und Hindelang (Exkursion G am 8. April 1983)

Schwerd, Klaus

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 65 (1983), p. 99 - 112

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published: Apr 5, 1983

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ArtNo. ESP151006500034, Price: 6.20 €

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Kurzfassung

Die Exkursion bietet Einblicke in die Mittel- und Oberkreide sowie das Alttertiär des Helvetikums zwischen Grünten und Ostrachtal, in die Oberkreide des Ultrahelvetikums, in Oberkreide- und Alttertiär der Feuerstätter Decke sowie in die Mittelkreide des Flysches und zum Schluß in Gesteine der Arosa-Zone. Die Varianten berühren Oberkreide und Alttertiär des Helvetikums bei Berghofen, Alttertiär des Helvetikums im tektonischen Halbfenster von Sigishofen und obertriassischen Hauptdolomit des Kalkalpins. Das Helvetikum des Exkursionsgebietes gehört zur Grünten-Decke, einer Teildecke der aus der Ostschweiz über Vorarlberg in das Allgäu hereinziehenden Säntis-Decke. Die Grünten-Decke scherte vermutlich bereits im Unteroligozän durch Überschiebung des Rhenodanubischen Flysches samt Kalkalpin auf das nördlich vorgelagerte Helvetikum von ihrem Untergrund ab. Dabei wurden an ihrer Front Gesteine des Feuerstätter Flysches und vermutlich auch des Ultrahelvetikums sowie des Rhenodanubischen Flysches eingewickelt und z. T. überschoben. Gleichzeitig riß die Grünten-Decke Gesteine des ehemals paläogeographisch nördlicheren Helvetikums mit. Nach einer längeren Erosionszeit überfuhr dann der alpidische Deckenstapel mit dem heute allochthonen Helvetikum an seiner Basis im Miozän den Südrand der Molasse, was zur Bildung der Faltenmolasse und überfahrenen Molasse führte.

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