Field trip guide

Quartär und Molasse östlich von Kempten (Exkursion A am 5. April 1983)

Scholz, Herbert; Zacher, Wolfgang

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 65 (1983), p. 17 - 23

7 references

published: Apr 5, 1983

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ArtNo. ESP151006500049, Price: 6.20 €

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Kurzfassung

In der Umgebung von Kempten liegen ausgedehnte Drumlinfelder, die zu den größten des Alpenvorlandes zählen. Das Drumlinfeld östlich von Kempten, zwischen Lenzfried und Leubas, besteht aus mehr als 40 walrückenartigen Stromlinienkörpern (KELLENBERGER 1924). Ihre nach NNW eingeregelten Längsachsen zeigen die Strömungsrichtung des Illergletschers an, der sich unweit südlich dieser Stelle in zwei Zungen aufgabelte: die Dietmannsrieder und die Wildpoldsrieder Zunge (FÖRDERREUTHER 1923). Die meisten Drumlins bestehen hier aus kiesiger Moräne, einige aber auch aus fluvioglazialen Schottern ("Vorstoßschotter"). Nach NW zu, zwischen Binzenried und Heising, "ertrinken" die Drumlins in spätglazialen Deltasanden und Seeschluffen einer deutlichen Akkumulationsterrasse in Höhe des Maximalstandes des spätglazialen Kemptener Sees (690 m NN).

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