Field trip guide

Zur Geschichte Kemptens und die Geologische Sammlung im Zumsteinhaus

Jerz, Hermann

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 65 (1983), p. 13 - 16

4 references

published: Apr 5, 1983

BibTeX file

ArtNo. ESP151006500048, Price: 6.20 €

Download preview PDF Buy as PDF

Kurzfassung

Kempten i. Allgäu gehört zu den ältesten Städten Deutschlands; es weist eine kontinuierliche Besiedlung seit vorchristlicher Zeit auf. Seine überlieferte Geschichte geht auf das keltische Cambodunum, mit der Burghalde als einstigem Zentrum, zurück. Nach der Eroberung der Stadt durch römische Legionen 14. v. Chr. entstand rechts der Iller auf dem Lindenberg das römische Cambodunum (u. a. mit Forum, Tempel und Thermen). Zum besseren Schutz vor den Alamanneneinfällen verlegten die Römer um 260 n. Chr. ihre Siedlung wieder auf die andere Illerseite an den Fuß der Burghalde. Um 400 wurde die römische Stadt endgültig von den Alamannen eingenommen, die sich an der Iller festsetzten. Unter der Herrschaft der Franken, die in der heutigen Altstadt einen Königshof errichteten, entstand um 750 an der Stelle der späteren Kirche St. Mang das erste Benediktinerkloster im Allgäu. Um 1050 wurde das Kloster in die heutige Neustadt verlegt. Die Altstadt entwickelte sich zur Bürgerstadt und wurde im 13. Jahrhundert zur Reichsstadt Kempten, das Kloster mit der Neustadt zum Reichsstift Kempten. Es existierten jahrhundertelang zwei Städte gleichen Namens und mit gleicher Souveränität unmittelbar nebeneinander, die sich fast ständig befehdeten.

Keywords

kemptenilleralamannenfrankenfield trip guidegermany