Field trip guide

Hydrogeologie in Luxemburg (Exkursion J am 28. April 1984)

Bintz, Jacques; Maquil, Robert

Kurzfassung

In Luxemburg stehen sich zwei natürliche Landschaften gegenüber, die sich in morphologischer, agrologischer und klimatischer Hinsicht scharf unterscheiden. Im Norden das Eislek, das einen Teil der Ardennen und somit des Rheinischen Schiefergebirges darstellt. Im Süden das Gutland, das die Nordostecke des Pariser Beckens bildet, in der Literatur auch als "Trierer Bucht" oder "Golf von Luxemburg" bezeichnet. Das Eislek besteht aus stark gefalteten unterdevonischen Schichten, die lithologisch als Schiefer und Siltsteine ausgebildet sind, Sandsteine und quarzitische Sandsteine kommen nur untergeordnet vor. Da auch offene Klüfte nach der Tiefe zu fehlen, ist hier kein Aquifer ausgebildet. Das Gutland mit seiner Wechselfolge von durchlässigen und undurchlässigen Schichten und seiner schwachen Tektonik beinhaltet mehrere Aquifere, von denen hier die wichtigsten aufgezählt werden. Es sind dies die Trias in Randfaziesausbildung, der Buntsandstein, der Obere Muschelkalk, der Luxemburger Sandstein, der Mittelliasische Sandstein und die Doggerformation. Der wichtigste dieser Aquifere ist der Luxemburger Sandstein, und vor der Inbetriebnahme des Stausees von Esch/Sauer lieferte er etwa 90% der Trinkwasserversorgung Luxemburgs.

Keywords

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