Original paper

Die Tauberbarre im Gebiet der Hohenloher Ebene und des Taubergrunds zur Zeit des höheren Unteren Muschelkalks

Jungbauer, Horst; Simon, Theo

Kurzfassung

Die Tauberbarre nach VOLLRATH (1923) erweist sich zur Zeit des höheren Unteren Muschelkalks (Bereich der Schaumkalkbänke und der orbicularis-Schichten) nicht als einheitliches Hochgebiet. Sie ist paläogeographisch im Untersuchungsgebiet von gleicher Bedeutung wie die Boxberger Schwelle. Im Raum Tauberbischofsheim dagegen war ein "inselartiges" Hochgebiet mit geringer Wassertiefe vorhanden. Zwischen der Boxberger Schwelle und der Tauberbarre ist ein sehr schmales, etwas tieferes Ablagerungsgebiet nachzuweisen. Südlich der Linie Künzelsau-Röttingen ist ein Aufspalten der Oberen Schaumkalkbank in mehrere Bänke festzustellen, was auf einen distalen Ablagerungsbereich in größerer Wassertiefe und größerer Entfernung zu den Hochgebieten hindeutet. Auf die Übereinstimmung der paläogeographischen Situation zu großtektonischen Strukturen und zu Strukturen des Variszikums wird aufmerksam gemacht.

Keywords

tauerbarrelower muschelkalktriassicschaumkalkorbicularisgermany