Field trip guide

Der Nordabschnitt der Bozener Porphyrplatte (Exkursion F am 4. und 5. April 1986)

Mostler, Helfried

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 68 (1986), p. 105 - 117

7 references

published: Apr 1, 1986

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Kurzfassung

Im Bereich des Nordostabschnittes der Bozener Porphyrplatte tritt randlich auch noch das südalpine Grundgebirge zutage, das örtlich transgressionsdiskordant von einem Basalkonglomerat überlagert wird. Hauptziel der Exkursion jedoch ist der Vulkanitkomplex der Bozener Porphyrplatte, die im folgenden hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und Genese etwas eingehender vorgestellt werden soll. Die vulkanischen Förderprodukte der Bozener Porphyrplatte bedecken eine Fläche von etwa 4000 km2 (BRANDNER & MOSTLER 1982, MOSTLER, RESCH & DONOFRIO 1982). Die z. T. hochoberkarbonische bis unterpermische Gesteinsfolge weist eine sehr komplexe Aufeinanderfolge von Laven (basisch bis intermediär) mit den zugehörigen pyroklastischen Absätzen (diverse Tuffe, Tuffite) auf. Dazu gesellen sich nach mehr oder minder länger anhaltenden Förderstillständen fluviatil-lakustrine Ablagerungen, die mit sauren Magmenförderungen, in Form von Ignimbritdecken aus Glutwolken abgesetzt, wechsellagern. Das Bozener Quarzporphyrareal erweckte sehr früh das Interesse der Geologen, die in ihren ersten Arbeiten um die Jahrhundertwende in jedem Vulkanittypus eine neue Abfolge sahen, und somit den Bozener Quarzporphyrkomplex in acht übereinanderliegende Großfördereinheiten mit dazwischengeschalteten pyroklastischen Sedimenten gegliedert haben.

Keywords

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