Field trip guide

Stratigraphie und Tektonik am Kalkalpensüdrand zwischen Zirl und Seefeld in Tirol ( Exkursion D am 3. April 1986)

Brandner, Rainer; Poleschinski, Werner

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 68 (1986), p. 67 - 92

31 references

published: Apr 1, 1986

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Kurzfassung

Zum besseren Verständnis der bei der Exkursion gezeigten Schichtabfolgen soll hier kurz die Triasschichtabfolge der westlichen Nördlichen Kalkalpen als ein Teil der alpin-mediterranen Triasfazies der NW-Tethys erläutert werden. Die Sedimentation erfolgte in einer heute etwa E-W streichenden Grabenbruchzone unbekannter Breite, die durch eine Schwellenzone mit ebenfalls unbekannter Breite von der südalpinen, wahrscheinlich ähnlich verlaufenden Grabenbruchzone getrennt war. Der Sedimentationsablauf in beiden Trögen ist grundsätzlich ähnlich, in den Südalpen aber durch zeitweise starke triassische Tektonik und bedeutenden Vulkanismus geprägt. Wie aus Abb. 1 ersichtlich, verläuft der Sedimentationsablauf im wesentlichen in vier Zyklen, die sich vor allem in den Randzonen der Sedimentationströge klar abzeichnen. Im zentralgelegenen Hallstätter Trog ist die Zyklizität nur mehr in stark abgeschwächter Form erkennbar. Durch den Aufbau von meeresspiegelsensitiven Karbonatplattformen zeichnen sich die Umschwünge im Sedimentationsablauf wesentlich schärfer ab als im zentralen Becken oder im epikontinentalen Raum. Das Zusammenspiel von Sedimentationsrate (= terrigene Sedimentation, Karbonatproduktion ) und relativem Meeresspiegel (Subsidenz, eustatischer Meeresspiegel) bestimmt grundsätzlich den Aufbau der Großzyklen.

Keywords

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