Original paper

Die Umpolungen des Erdmagnetfeldes zur Zeit der Schilfsandsteinsedimentation

Hahn, Gabriele G.

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 68 (1986), p. 197 - 215

15 references

published: Apr 1, 1986

BibTeX file

ArtNo. ESP151006800026, Price: 6.20 €

Download preview PDF Buy as PDF

Kurzfassung

Aus dem Schilfsandstein (Trias, Km2) Westeuropas wurden 40 Profile mit 340 Einheiten und 922 Handstücken mit 2093 Einzelkernen auf ihren paläomagnetischen Inhalt untersucht. Die thermischen Entmagnetisierungsversuche an 305 Proben und 52 Entmagnetisierungsversuche im Wechselfeld zeigen vorwiegend Magnetit und sedimentären Hämatit als Träger der stabilen Magnetisierungsrichtungen. Als stabile Richtungen kristallisieren sich für den Sedimentationsraum Weserbergland eine Deklination (DR = Deklination tektonisch korrigiert) von 54° und eine Inklination (IR = Inklination tektonisch korrigiert) von 34° heraus, für Franken die Richtung DR/IR 53/25, für Nordschwaben DR/IR 244/-23, für Südschwaben DR/IR 62/25 und für die Nordschweiz DR/IR 249/-12. Diese Richtungen werden als normal und revers polarisierte Richtungen des Erdmagnetfeldes für die Zeit der Schilfsandsteinsedimentation interpretiert. Aus ihnen läßt sich ein virtueller Paläonordpol (VPMP) bei 123 E 33 N rekonstruieren, der sich als zusätzlicher Punkt in die Nähe des Triaspoles der Europäischen Polwanderungskurve (Mc ELHINNY 1973) einfügt. Eine Rotation des Ablagerungsraumes von 60° im Uhrzeigersinn und eine Norddrift von 35° ist notwendig, um diese Paläoposition in die rezente zu überführen.

Keywords

schilfsandsteinpalaeomagneticdeclinationinclinationtectonic