Field trip guide

Zur Geologie des Wipptales (Innsbrucker Quarzphyllit, unterostalpines Mesozoikum, Matreier Schuppenzone, Altkristallin, Steinacher Decke, Silltalstörung) (Exkursion B am 3. April 1986)

Mostler, Helfried

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 68 (1986), p. 29 - 42

12 references

published: Apr 1, 1986

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Kurzfassung

Der Innsbrucker Quarzphyllit stellt im Sinne von TOLLMANN (1977) ein eigenes tektonisches Element unter ostalpiner Stellung dar. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, liegt der Innsbrucker Quarzphyllit invers; in diesem Fall spricht man von der Innsbrucker-Quarzphyllit-Decke. Nur innerhalb einer stark reduzierten tektonischen Einheit, der sogenannten Hippold-Decke der Tarntaler Berge und deren Fortsetzung am Mieselkopf, läßt sich durch transgressiv auflagerndes Permomesozoikum eine aufrechte Innsbrucker-Quarzphyllit-Abfolge nachweisen. Die stratigraphische Aufgliederung des Innsbrucker Quarzphyllits gelang erst 1982 (MOSTLER 1982, HADITSCH & MOSTLER 1982). Die Abbildung 1 informiert über den lithologischen Aufbau und dessen stratigraphische Stellung. Der zwanglos in drei Serien aufgliederbare Innsbrucker Quarzphyllit wird von monoton entwickeltem Quarzphyllit im Liegenden aufgebaut, in dessen basalem Teil häufig Grüngesteine (Prasinite) eingeschaltet sind. Der Hangendteil dagegen ist durch Einschaltung saurer (rhyolithischer bis rhyodazitischer) Magmatite und deren Pyroklastika gekennzeichnet. Mit der ersten Einschaltung von Karbonatgesteinen und Vorherrschen von Chlorit-Sericit-Phylliten und Quarzitschiefern folgt die zweite Serie, die im Hangenden in Form von Lagergängen Grüngesteine (basaltischer Zusammensetzung) aufweist.

Keywords

innsbruckquarzphyllittectonicfield trip guide