Field trip guide

Ingenieurgeologie und Massenbewegungen im Silltal und vorderen Ötztal (Exkursion G am 4. und 5. April 1986)

Czurda, Kurt

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 68 (1986), p. 119 - 127

8 references

published: Apr 1, 1986

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Kurzfassung

Die Exkursion führt von Innsbruck, also dem Inntal an der Einmündung der Sill, in südlicher Richtung ins Sill- oder Wipptal hinein. Ist das Inntal die tektonische Trennlinie zwischen den Nördlichen Kalkalpen im N und dem Ötztal-Stubaier Altkristallin bzw. dem Innsbrucker Quarzphyllit im S, so stellt das Wipptal eine ebenfalls überwiegend steil stehende Trennfläche zwischen dem Ötztal-Stubaier Altkristallin im W und dem Innsbrucker Quarzphyllit bzw. den Hüllgsteinen des Tauernfensters im E dar. Dieser speziellen tektonischen Situation verdankt Innsbruck seine relative Erdbebenhäufigkeit. Der fluvioglaziale Schotterhügel am W-Ende der Europabrücke, auf dem eine Gedächtniskapelle errichtet wurde, bietet Gelegenheit, die geologische Situation des Wipptales zu erfassen. Das kühne Bauwerk der Brenner-Autobahn mit seinen zahlreichen Talübergängen, Hangbrücken, Böschungseinschnitten etc. hatte sich immer wieder an der Geologie zu orientieren. Die Fundamente der Europabrücke, die instabilen Hänge z. B. am Lueg sind, neben einem Obertageaufschluß des Mylonites der Silltalstörung und Felssturz- und Gleitungsereignissen, Ziel des ersten Halbtages der Exkursion.

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