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Beiträge zur Lithologie und Hydrogeologie der Lockergesteinsablagerungen (Pliozän, Quartär) im Raum Frankenthal, Ludwigshafen, Mannheim, Speyer

Kärcher, Thomas

Kurzfassung

In den Lockergesteinsablagerungen (Pliozän, Quartär) des nördlichen Oberrheingrabens sind im Raum Frankenthal, Ludwigshafen - Mannheim, Speyer entsprechend der Tiefenlage der wichtigen Kartiergrenzen Pliozän/Quartär und Pliozän/ Miozän nur wenige große Brüche nachweisbar. Der zentrale Grabenabschnitt (Grabenscholle) mit den mächtigen quartären Sedimenten läßt sich innerhalb der SSW - NNE streichenden Staffelbruchzone mit unterschiedlich aufgebauten tertiären Teilschollen (Randscholle, Zwischenscholle) in die Westliche Grabenscholle, der bereichsweise randliche Schollenstufen vorgelagert sind, und die Östliche Grabenscholle untergliedern. Eine Gliederung der pliozänen Sedimente (hellgefärbte Tone, Schluffe sowie Sande und Kiese) in Schüttungszyklen (Pliozän I bis III) ist im inneren Grabenbereich mit einer bis zu mehreren hundert Meter mächtigen Schichtenfolge großräumig nicht möglich. Die quartäre Schichtenfolge läßt sich nur nach ihrer lithologischen Beschaffenheit gliedern. Es kann zwischen der Unteren, sandigschluffigen Folge, deren fluviatil und limnisch gebildete Schichten dem Altquartär zuzuordnen sind, und der in der Regel gröberklastischen Mittleren, sandig-kiesigen Folge, die verschiedenartige Sedimente des Pleistozäns und des Holozäns umfaßt (Jungquartär), unterschieden werden. Im oberen Teil dieser Schichtenfolge läßt sich die überwiegend feinklastische Abfolge des Oberen Zwischenhorizontes (graue bis graugrüne Tone, Schluffe und meist glimmerreiche Fein- bis Mittelsande ) aushalten. Über diesen größtenteils limnischen Ablagerungen, wahrscheinlich des Eem-Interglazials und möglicherweise des frühen Weichsel(Würm)-Glazials, folgen westlich der Rheinniederung verbreitet geringmächtige pleistozäne und holozäne Ablagerungen der Pfälzerwald-Bäche sowie Löß und Flugsandbildungen. Im Bereich der Rheinniederung schüttete der Rhein nach seiner letztglazialen Erosionsarbeit das mächtige Obere Kieslager auf.

Keywords

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