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Geophysikalische Untersuchungen und Flußgeschichte des Jagsttals zwischen Bieringen und Kloster Schöntal (Hohenlohe)

Wolff, Gerd

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 70 (1988), p. 229 - 244

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published: Apr 5, 1988

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Kurzfassung

Im Jagsttal zwischen Bieringen und Kloster Schöntal wurde die Mächtigkeit quartärer Flußablagerungen durch Fallgewichtsseismik und Geoelektrik untersucht. Während die seismischen Ergebnisse gut mit den Profilen von Trinkwasser- und Aufschlußbohrungen sowie mit Geländeaufnahmen in der Kiesgrube Bieringen übereinstimmten, traten bei den Geoelektrikprofilen örtlich erhebliche Abweichungen auf. Letztere konnten daher bei der Erstellung einer Schichtlagerungskarte der Grenze Muschelkalk/Quartär nur bedingt berücksichtigt werden. Durch den Einsatz der geophysikalischen Untersuchungsmethoden wurden vier unterschiedlich tiefe, schotterplombierte Rinnen nachgewiesen, aus denen sich ein Teil der flußgeschichtlichen Abläufe rekonstruieren läßt. Außerdem zeigt die Felssohle unter den quartären Flußablagerungen muldenförmige Einsenkungen. Sie sind durch Gipsauslaugung im Mittleren Muschelkalk entstanden und wurden ebenfalls durch Schotter plombiert. Auch heute an der Erdoberfläche sichtbare Subrosionshohlformen (Karstwannen, Erdfälle) zeigen, daß hier die Gipslösung im Mittleren Muschelkalk bis in jüngste Zeit anhält.

Keywords

jagstgeoelektrikmuschelkalkquartärgipsgermany