Field trip guide

Die Formenentwicklung im Bereich des Limburger Beckens und des westlichen Hintertaunus im Tertiär und Quartär (Exkursion D am 7. April 1988)

Andres, Wolfgang; Semmel, Arno

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 70 (1988), p. 75 - 86

32 references

published: Apr 5, 1988

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Kurzfassung

Die Exkursion verfolgt die Absicht, einen Überblick über den Ablauf der jungtertiären und quartären Reliefentwicklung im Bereich des Limburger Beckens und des westlich anschließenden Engtals der unteren Lahn zu vermitteln. Dabei werden naturgemäß die fluviatilen Ablagerungen und Formen als Ausdruck der dominierenden Talbildung im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Die besondere Entwicklung des Limburger Beckens gegenüber seinen Randgebieten findet in der sehr breiten Ausbildung quartätrer und jungtertiärer Terrassenniveaus ihren Ausdruck. Diese Tatsache war schon frühzeitig Anlaß, anhand der Lage der fluviatilen Niveaus und der besonderen Ausbildung der Sedimente den Versuch zu unternehmen, die tektonisch bedingte Sonderentwicklung dieses Raumes qualitativ und quantitativ zu erfassen (AHLBURG 1915, LAUTERBACH 1914, PANZER 1923). In jüngerer Zeit wurde insbesondere die Tatsache der unterschiedlichen Höhenlage und Ausbildung tertiärer Schotter zum Ausgangspunkt umfassender Theorien zur Reliefentwicklung gemacht (BIRKENHAUER 1971, 1972). Dabei sollen mehrmals mächtige "Reliefverschüttungen" den gesamten Gebirgsraum betroffen haben. Mit Einzelbefunden im Gelände (ANDRES, BIBUS & SEMMEL 1974, WERNER 1975) und mit grundsätzlichen Überlegungen zur Herkunft der Quarzschotter sind diese Modellvorstellungen jedoch nicht in Einklang zu bringen.

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