Field trip guide

Drei Schadensfälle im südwestlichen Hessen, ein Beitrag zur Umweltgeologie (Exkursion G am 8. April 1988)

Tangermann, Hans

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 70 (1988), p. 141 - 159

60 references

published: Apr 5, 1988

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Kurzfassung

Bis zum Jahre 1967 wurde ein kleiner auflässiger Schalstein-Steinbruch mit einer Sohlfläche von rd. 3000 m2 von der Gemeinde Offheim zur Ablagerung von Hausmüll genutzt. Danach war dieser am südlichen Hang des Urselbaches liegende Bruch zur weiteren Verfüllung mit festem Industriemüll (sog. "Griesheimer Berg" der Fa. Hoechst AG) vorgesehen. Statt dessen wurden jedoch entgegen behördlicher Auflagen Schlämme aus der biologischen Stufe der Kläranlage der o. g. Firma abgelagert. Dadurch ereignete sich bereits im Jahre 1968 eine Rutschung, die die Deponiefläche erheblich bis über den Randbereich der Talaue des Urselbaches erweiterte. Heute bedecken über 1,5 Mio. m3 Industriemüll eine Fläche von rd. 7,37 ha. Hiervon entfallen etwa 7 ha auf die Talaue. Um weitere Rutschungen zu verhindern, ist der Deponiefuß nunmehr durch einen 4 m hohen Damm abgegrenzt.

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