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Zur Gleichaltrigkeit der Einschlagkrater (Meteorkrater) Steinheimer Becken und Nördlinger Ries

Reiff, Winfried

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 70 (1988), p. 383 - 397

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published: Apr 5, 1988

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Kurzfassung

Anfang des 19. Jahrhunderts nimmt zuerst die paläontologische, dann auch die geologische Erforschung Württembergs eine stürmische Entwicklung. Durch die 1856 begonnene systematische geologische Kartierung des Königreichs im Maßstab 1:50 000 sind bald genügend Detailkenntnisse vorhanden, um zwei derart herausragende Naturphänomene wie das Steinheimer Becken und das Ries zutreffend miteinander vergleichen zu können. So schreibt QUENSTEDT (1866: 121,125): "Steinheim ist ein kleines, aber rings abgeschlossenes Ries, und der sichere Schlüssel zur Aufklärung aller jener, wenn auch noch so verwickelten Verhältnisse" und "Vergleicht man das Steinheimer Becken mit der Riesebene, so finden vollkommene Analogien statt, . . . ". O. FRAAS (1868:10) ist ähnlicher Meinung, wenn er in der ersten Auflage der Begleitworte zum Atlasblatt Heidenheim über das Steinheimer Becken schreibt, daß es "nach seiner ganzen geologischen Bildung zum System des Rieses gehört." Auch andere Geologen - genannt seien ENGEL(1881), LEPSIUS(1892), BRANCO & E. FRAAS(1905) sowie KRANZ(1914) - waren überzeugt, daß Steinheimer Becken und Ries mehr oder weniger gleichartig und ungefähr zur selben Zeit entstanden wären. Diese Meinung hielt sich, obwohl die Ansichten über die Entstehung wechselten: vulkanische Hebung und anschließende Maarbildung, vulkanische Explosion, Kryptovulkanismus, Wasserdampf-Sprengtheorie, um nur einige zu nennen.

Keywords

württembergsteinheimer beckenriesmaargermanykryptovulkanismus