Field trip guide

Hydrogeologie des Limburger Beckens und seiner östlichen und westlichen Randgebiete (Exkursion K am 9. April 1988)

Stengel-Rutkowski, Witigo; Dillmann, Wolfgang; Hohberger, Karlheinz

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 70 (1988), p. 201 - 213

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published: Apr 5, 1988

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ArtNo. ESP151007000042, Price: 6.20 €

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Kurzfassung

Die Schiefergesteine des Rheinischen Schiefergebirges gelten als grundwasserarm. Die schlechte Durchlässigkeit und die noch geringere Speicherkapazität der geschieferten Kluftgrundwasserleiter - Porengrundwasserleiter spielen nur in den größeren Tälern eine eher bescheidene Rolle für die Wasserversorgung - führte trotz verhältnismäßig hoher Niederschläge (im Hochtaunus 800 bis 1000 mm) zu Mangelsituationen, die inzwischen durch überregionale Versorgung aus Gebieten außerhalb des Rheinischen Schiefergebirges (Hessisches Ried, Vogelsberg, mittelhessischer Buntsandstein) und aus dem basaltischen Westerwald weitgehend behoben sind. Im Gegensatz zu den meisten Gesteinen im Rheinischen Schiefergebirge hat der meist stark verkarstete mitteldevonische Massenkalk eine ausgezeichnete Durchlässigkeit und oft auch eine bedeutende Speicherkapazität (STENGEL-RUTKOWSKI 1979,1985). Für das Limburger Becken stellt er den wichtigsten Grundwasserleiter dar. Von Vorteil ist, daß er durch junge Vertikaltektonik vielfach unter das Niveau der Hauptvorfluter Lahn, Elbbach und Aar versenkt worden ist. Brunnenleistungen von mehr als 50 l/s aus grundwassererfüllten Karsthöhlen sind nicht selten. Nachteilig ist die Gefahr der Grundwasserbelastung durch anthropogene Verunreinigungen.

Keywords

schiefergesteinlimburghydrogeologievogelsbergmitteldevongermany