Field trip guide

Westlicher Hotzenwald, Geologie und Lagerstätten (Exkursion D am 30. März 1989)

Metz, Rudolf

Kurzfassung

Der Name Hotzenwald für den südöstlichen Schwarzwald von der Wehra bis zur Steina kam erst im 19. Jahrhundert auf. Mit "Hotzen" benannte man im Hochrheingebiet im Mittelalter ein graues, grobgewobenes Wolltuch, wie es die Bauern der Grafschaft Hauenstein für ihre Hosen bevorzugten. Das Wort "Hotz" bezeichnete dann den Bauern aus dem Wald wie seine Kleidung. JOHANN VIKTOR v. SCHEFFEL schrieb 1864 in seinem "Trompeter von Säckingen" vom "Hozzenwald" . Bis zum II. Weltkrieg hatte der Name des Hotzenwaldes keinen guten Ruf und bezeichnete ein Notstandsgebiet. Erst durch das Hotzenwaldprogramm des Landes Baden-Württemberg (1952- 1960) haben sich die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse entscheidend gebessert und der Name Hotzenwald hat einen erfreulichen Bedeutungswandel erlebt. Der Hotzenwald ist der östlicheTeil des Südschwarzwaldes. Diese Landschaft zwischen Wehra und Steina am Rand gegen den Klettgau ist gekennzeichnet durch enge, nach Süden zum Hochrhein führende Talschluchten, die im Grundgebirge eingetieft sind. Die dazwischen liegenden Höhenrücken steigen vom Hochrhein in Schollentreppen nach Norden an, wobei die tieferen Stufen im Süden noch Reste von Deckgebirge (geringmächtigen Buntsandstein und Muschelkalk) tragen.

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