Field trip guide

Erd- und Landschaftsgeschichte im Naturmuseum Schaffhausen (Exkursion B, Teil 2, am 28. März 1989)

Schlatter, Rudolf

Kurzfassung

Am 1. April 1944 wurde das alte Naturhistorische Museum der Stadt Schaffhausen durch einen amerikanischen Fliegerangriff zerstört. Dank dem unermüdlichen Einsatz von freiwilligen Helfern konnten Teile der Bibliothek und der Sammlungen gerettet werden. Die zoologische Sammlung, darunter wertvolle entomologische Bestände sowie wissenschaftshistorisch für die Region bedeutende Archivalien wurden durch die Brandeinwirkung zerstört. Unter den geretteten Sammlungsbeständen ist die geologisch-paläontologische Sammlung des Schaffhauser Geologen FERDINAND SCHALCH (1848-1918) die bedeutendste. Erst in sächsischen und später in badischen Diensten, hat er auch das Schaffhauser Kantonsgebiet geologisch kartiert und mit der Überlassung seiner umfangreichen Sammlung (Schenkungsvertrag 1896) seiner Vaterstadt ein kostbares Geschenk gemacht. Über den Inhalt und die Bedeutung der Sammlung hat der Verfasser an anderer Stelle berichtet. Konkrete Pläne für die Neueinrichtung eines Naturhistorischen Museums in Schaffhausen wurden anfangs der siebziger Jahre gefasst. Im Rahmen einer Gesamtkonzeption der Museumseinrichtungen beschloss die Stadtregierung, mit Zustimmung der Naturforschenden Gesellschaft, den Ausbau eines Dachbodengeschosses (Fläche rund 500 qm) in den Klostergebäulichkeiten des Museums zu Allerheiligen. Für die Dokumentation der Erd- und Landschaftsgeschichte stand einzig die seit 1944 ausgelagerte und magazinierte Sammlung SCHALCH zur Verfügung. Die Sichtung und zugleich der erste Schritt zur Wiederinstandstellung dieser Kollektion war damit eingeleitet. Im Oktober 1985 konnte die geologische Abteilung im Rahmen einer Teileröffnung des Naturmuseums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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