Field trip guide

Zur Geologie des badischen Klettgaus (Exkursion M am 31. März 1989)

Bausch, Wolfgang; Geyer, Otto F.; Schober, Thomas; Schreiner, Albert

Kurzfassung

Der Klettgau liegt zwischen unterem Wutachtal und Hochrhein an dessen Lauf von Schaffhausen nach Waldshut. Der Hochrhein - ein Name übrigens, der sich erst zu Beginn dieses Jahrhunderts eingebürgert hat - vereinigt sich oberhalb Waldshut mit der Aare, die über ein größeres Einzugsgebiet und stärkeres Mittelwasser verfügt als bis dahin der Rhein. In weitester Begriffsfassung endet hier am Hochrhein die Schwäbische Alb mit dem Bergsporn der Küssaburg. Die Landschaft ist uraltes Kulturland, das schon über jungsteinzeitliche Zeugnisse verfügt; ein Megalith-Grab (mit dem "Seelenloch") und ein Menhir liegen an der Exkursionsroute bei Degernau. Auf Kelten und Römer folgte die alamannische Landnahme und Besiedlung. Hier am Hochrhein hatten u. a. die Herren von Habsburg, Küssaburg, Kyburg, Lupfen und Nellenburg kleinere und größere Herrschaftsareale. Die Küssaburger beherrschten zeitweise sogar den gesamten Klettgau. Im Verlauf des Bauernkrieges wurde die Küssaburg 1525 zerstört. Durch den Beitritt von Schaffhausen zur Eidgenossenschaft am Beginn des 16. Jh. ist die heutige Trennung des Klettgaus in einen badischen und schweizerischen Anteil bedingt.

Keywords

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