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Geologie und Tektonik der Eisenerzlagerstätte Nothweiler am Westrand des Oberrheingrabens

Held, Uta C.; Günter, Michael A.

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 75 (1993), p. 197 - 215

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published: Apr 13, 1993

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Kurzfassung

Die Eisenerzlagerstätte Nothweiler sitzt im Buntsandstein der westlichen Oberrheingrabenrandstörung auf, die gleichzeitig auch die westliche Randstörung des Zabemer Bruchfelds ist. Diese teilweise vererzte Störung begrenzt eine besonders stark herausgehobene Scholle des saxonischen Bruchschollenmosaiks nach Osten. Vor allem sekundärer Goethit und Hämatit bauen die mind. 59000 t Erz mit durchschnittlich 10,7% Eisen auf. Spuren von Blei, Zink und Silber in den Eisenerzen deuten auf eine primäre Mineralisation aus silberhaltigem Bleiglanz und Zinkblende hin, die in größerer Teufe noch vorhanden sein dürfte. Die Öffnung der Gangspalte erfolgte auf 40°-streichenden Störungsabschnitten durch Schrägabschiebungen bei gleichzeitigen dextralen Bewegungen auf 30°- und geraden Abschiebungen auf 50°- bis 60°-streichenden Störungsabschnitten. Das diese Tektonik verursachende Streßfeld war im frühen Miozän aktiv, womit auch das Alter der Gangspaltenöffnung auf diese Zeit festgelegt werden kann.

Keywords

eisenerzbuntsandsteingermanydextraltektonikmiozän