Field trip guide

Bregenz, Pfänder, Gebhardsberg. (Exkursion A am 13. April 1993)

Czurda, Kurt A.

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 75 (1993), p. 33 - 44

9 references

published: Apr 13, 1993

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Kurzfassung

Der Pfänderstock gehört einer langgestreckten, ost-west-orientierten geologischen Einheit an, die man als nordalpine Molasse bezeichnet. Ihre eigentliche paläogeographische Geschichte begann vor etwa 30 Millionen Jahren, zu einer Zeit, in der im südlichen Vorarlberg bereits Gebirge des eigentlichen Alpenkörpers gebildet waren. Die Alpen im Süden, aber auch morphologisch herausgebildete Altkristallinstöcke im Norden, wie z. B. der Schwarzwald oder das Böhmische Massiv, liefern ihre z. T. verwitterten Lockermassen als Flußfracht in die Senke des Molassetroges, der, von einem Restmeer der vorangegangenen Flyschperiode ausgehend, zu einem Meeresbecken sich entwickelte, das ca. 50 km südlich Genf beginnt und über die Schweiz, Vorarlberg, Süddeutschland, Oberösterreich bis in den Raum nördlich Wien hineinreicht. Die Sedimentationsgeschichte wurde wiederholt durch Verbindungen mit den Welt- und Binnenmeeren beeinflußt: Über das Rhönetal transgredierte das Mittelmeer in das Molassebecken, über den Oberrheingraben und die Hessische Senke bestand zeitweise eine Verbindung zum Meer, das Norddeutschland bedeckte, und ein mehrfacher Wechsel von Transgression und Regression verursachte den wechselhaften Einfluß des pannonisch-pontischen Binnenmeeres, der nachweislich bis in das Bodenseegebiet, ja z. T. noch bis weit in das Gebiet der heutigen Schweiz hineinreichte.

Keywords

nordalpinmolassemorphologischaltkristallinrestmeersedimentpannonisch