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Zechstein-Karbonate in der westlichen Rhön - ein Oberflächennachweis von Blatt 5425 Kleinsassen

Martini, Erlend; Rothe, Peter

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 75 (1993), p. 275 - 286

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published: Apr 13, 1993

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ArtNo. ESP151007500040, Price: 6.20 €

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Kurzfassung

Aus der westlichen Rhön werden erstmalig an der Oberfläche zu Tage tretende Zechstein-Karbonate beschrieben. Die drei kleinen Vorkommen befinden sich in einer mit Röt gefüllten Subrosionssenke im Rödergrund bei Hofbieber am Nordrand des Blattes Kleinsassen. Wahrscheinlich wurden sie von einem heute stark verwitterten Trachyt, der im Ostteil dieser Senke ansteht, aus dem tieferen Untergrund mitgeschleppt. Die Karbonate sind überwiegend bituminöse Dolomite, vielfach im mm- bis cm-Bereich durch Algenlagen(?) gegliedert. Die Schichtung wird meist durch wechselnde Kristallgrößen der Dolomitrhomboeder verursacht, ursprünglich dürften überwiegend Mikrite vorgelegen haben. Neben stöchiometrischen Dolomiten kommen auch calcitische Partien - immer zusammen mit Dolomit - vor, sowie Spuren von Quarz. Die Dolomite sind zum Teil fossilführend und enthalten Liehea hausmanni (GOLDFUSS) und Schizodus sp. In Dünnschliffen sind Gastropoden- und Ostrakoden-Querschnitte sowie Rundkörper erkennbar, die wahrscheinlich rekristallisierte Ooide sind. Paläogeographisch sind diese Karbonate sicherlich dem weiteren Bereich der Spessart-Rhön-Schwelle zuzurechnen. Eine genauere stratigraphische Zuordnung ist anhand des vorliegenden Materials noch nicht möglich.

Keywords

rhönsubrosionssenketrachytgermanydolomitgastropoden